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Außengehege für Nager und Kleintiere im Tierheim

Die Kleintiere sind derzeit in Gehegen ohne Freilaufmöglichkeiten untergebracht. Für eine artgerechte Tierhaltung benötigen Kaninchen, Meerschweinchen und Co. aber auch genügend Auslauf.

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Insektenhotel für Valentinspark

Da im Valentinspark schon einiges für Insekten getan wird - und noch mehr getan werden soll (s. Antrag "Bienenwiese Valentinspark") - wäre es schön, den Insekten auch eine "Heimat" zu bieten.
Wenn ein großes Insektenhotel nicht realisierbar sein sollte, könnten ja auch mehrere kleine aufgestellt werden!
Idealerweise würden die Insektenhotels durch Infotafeln ergänzt.

Prüfung durch die Verwaltung:

Umsetzbarkeit: Ja
Kosten: Im Budget
Erläuterungen:
Für ein Insektenhotel gibt es bereits Planungen. In Zusammenarbeit mit dem Bienenzuchtverein Schleißheim-Lohhof werden im Valentinspark zwei Standorte ausgetestet. Wenn sich diese bewähren und sie von den Insekten und Wildbienen angenommen werden, dann können diese durch zusätzliche Module erweitert werden. Ziel soll zudem sein über den Zweck und den korrekten Aufbau eines Insektenhotels mit Infotafeln aufzuklären. Die bestehenden Planungen könnten durch den diesjährigen Bürgerhaushalt umfangreicher ausfallen.

Kommentare

Es wäre sehr zu begrüßen, wenn die Stadt an geeigneten Stellen (wie etwa im Valentinspark oder auch rund um den Waldfriedhof) Wildbienen-Häuser aufstellen würde. Allerdings fehlt hierzu oft das notwendige Know-How und auch im Internet kursieren viele unsinnige Bauanleitungen, die den Tieren nicht helfen. Schon allein das meist benutzte Wort "Hotel" ist irreführend, weil die Insekten, die man unterstützen möchte, nicht nur für eine Woche einziehen sollen. Die Fehler ziehen sich durch zahlreiche Bücher, was doch erschreckend ist.

Ich verweise deshalb ganz unbedingt auf PAUL WESTRICH, der sein ganzes Leben der Wildbienenforschung gewidmet hat und wirklich weiß, wie man artgerechten Unterschlupf für Wildbienen baut. Es ist weder schwer noch wahnsinnig teuer, aber man muss eben wissen wie es geht. In seinem Buch "Wildbienen - die anderen Bienen" (Verlag Dr. Friedrich Pfeil) beschreibt er auch für den Laien wunderbar nachvollziehbar, was beachtet werden muss (Materialien, Standort, Bestückung, sonstige Fehlervermeidung etc.). Ebenso informativ ist seine Homepage.

Entscheidend ist auch, dass bei der Aussaat von sogenannten "Bienenweiden" tatsächlich einheimisches Saatgut verwendet wird. Im Baumarkt und Discounter wird oft verfälschtes Saatgut angeboten, das mitunter noch invasive Arten beihaltet. Der Laie denkt, er würde was Gutes tun, wenn er diese Samen ausbringt.
Johann Krimmer aus Pulling bei Freising baut diese einheimischen (sogar regional unterschiedlichen!) Wildpflanzen zur Saatgutgewinnung an. Sehr interessant hierzu ist der Fernsehbeitrag des BR aus dem Jahr 2015 "Unter unserem Himmel - Wildpflanzen: Ein Schatz braucht Schutz", abzurufen in der Mediathek.

Nur wenn man ein wenig die grundlegenden ökologischen Zusammenhänge begriffen hat und sich auch kompetente und erfahrene Partner sucht, kann nachhaltiger Umweltschutz wirklich gelingen.
Die Aktion mit den Samentütchen war nett und gut gemeint, aber fehlte in diesem Zusammenhang auch an wirklicher Information. "Samen ausstreuen kann doch jeder" mag man meinen. Die Kunst liegt aber im Erhalt von heimischen Wildpflanzen und hier ist vor allen Dingen die Flächenversiegelung mit Kies und Pflaster - auch in Gärten - sowie die Anpflanzung von Zierpflanzen aus aller Welt, die weder die Honigbienen, noch die spezialisierten Wildbienen nutzen, ein Problem. Den Menschen ist nicht bewusst, dass Rhododendron, Forsythie und Co. trotz reicher Blüte keiner einzigen Biene Nahrung bieten. (Für den interessierten Gärtner hier zwei Buchtipps: "Natur für jeden Garten" und "Das Wildpflanzen-Topfbuch", beide von Reinhard Witt.)

Ich wünsche mir durchdachtere Lösungen, die einen echten ökologischen Mehrwert haben. Unterschleißheim hätte im Bereich "naturnahe Begrünung des öffentlichen Raums" wirklich gute Voraussetzungen, wenn man sich die zur Verfügung stehenden Flächen ansieht. Auch die Kosten bisher unsinniger Kurzzeitpflanzungen von Stiefmütterchen und Co. könnte man so deutlich senken.

All diese Chancen sollte Unterschleißheim nicht verpassen!